Abzugsfähige Posten für die Unterstützung von Forschung und Entwicklung

26.4.2019

Seit dem 1. 4. 2019 gilt die neue Regelung für abzugsfähige Posten bei Unterstützung von Forschung und Entwicklung (FuE). Der Staat präsentiert diese Neuerung als eine gefällige Geste gegenüber den Steuerpflichtigen. Die neue Regelung soll die zu große Strenge der Finanzbeamten beim Gebrauch von dieser Möglichkeit beseitigen. Was änderte sich tatsächlich?

Die grundlegende Änderung ist, dass das FuE-Projekt bereits nicht mehr vor Beginn der eigentlichen Arbeiten bewilligt werden muss. Will ein Unternehmen die für die FuE aufgewandten Kosten abziehen, muss es:

Die Änderung reagiert auf das Problem aus der Praxis, als die Unternehmen vor dem Beginn der Arbeiten nicht genug Informationen hatten, und daher die Projekte rückwirkend erstellt wurden. Für die Möglichkeit des Kostenabzugs wird der Zeitpunkt „des Abschickens der Mitteilung“ maßgebend sein. Die eigene Projektdokumentation kann erst zum Termin für die Einreichung der Steuererklärung erarbeitet werden, wenn das Projekt ausführlicher und genauer erstellt werden kann.

In der Projektdokumentation können Änderungen und Ergänzungen vorgenommen werden, die Bezeichnung des Projekts und die Ziele können jedoch nicht mehr geändert werden.

Die Formanforderungen änderten sich nicht. Außer einer geringen Änderung muss das Projekt alle vorgeschriebenen Angaben beinhalten. Es kommt im Gegenteil zur Hervorhebung der Tatsache, dass sowohl die Mitteilung als auch die Projektdokumentation für jedes Projekt extra ausgearbeitet werden müssen.

Die FuE werden von den Steuerbehörden in den letzten Jahren meistens aus Gründen formaler Fehler nachgesteuert.  In diesem Punkt werden die Regeln in der Novelle nicht geändert. Wir müssen auch weiterhin die Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen für die Dokumentation beachten.




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