Berichtigung des Vorsteuerabzugs bei Mankos und Schäden

13.12.2017

Zerstörung, Verlust oder Abhandenkommen des Vermögens, die nicht ordnungsgemäß nachgewiesen sind, haben eine Rückerstattung des ursprünglich geltend gemachten Vorsteuerabzugs zur Folge, und zwar für den Besteuerungszeitraum, in dem der Steuerpflichtige von der Zerstörung, dem Verlust oder Abhandenkommen erfahren hat oder erfahren sollte und konnte. Eine häufige Quelle dieser Informationen sind die gerade jetzt stattfindenden Inventuren.

Das Instrument des Umsatzsteuergesetzes zum Vorsteuerabzug ist der Ausgleich und die Berichtigung des Vorsteuerabzugs. Um den Ausgleich handelt es sich in dem Fall, wenn es um Vermögen vor dessen Benutzung geht. Ein typisches Beispiel für diesen Fall sind Materiallagerbestände, aber auch das im Halberzeugnis oder im fertigen Erzeugnis benutzte Material, das noch nicht für Geschäftstätigkeit benutzt wurde, wie z.B. abhanden gekommene Erzeugnisse. Falls wir innerhalb von drei Jahren nach der Einlagerung feststellen, dass im Lager etwas fehlt, ist dieser Verlust ordnungsgemäß nachzuweisen – ansonsten müssten wir von dem abhanden gekommenen Material die Umsatzsteuer abführen. Wird ein Manko unter die Höhe des natürlichen Abgangs festgestellt, wird der Ausgleich des Abzuges nicht verlangt, allerdings ist diese Höhe mit internen Vorschriften oder innenbetrieblichen Richtlinien nachzuweisen.

Ein Manko über die Höhe des natürlichen Abgangs unterliegt dem Ausgleich oder der Berichtigung des Vorsteuerabzugs nicht, sofern:

Im Falle der Sachanlagen (über 40 TCZK) spricht das Gesetz nicht über den Ausgleich, sondern über die Berichtigung des Abzugs. Diese erfolgt binnen der Frist von 5 Jahren im Falle der beweglichen Sachen und 10 Jahren bei Immobilien.

Bei der Festlegung der Höhe des Ausgleiches oder der Berichtigung des Vorsteuerabzugs wird grundsätzlich von dem Betrag des ursprünglich geltend gemachten Abzugs ausgegangen. Kann dieser nicht festgestellt werden, hat der Steuerpflichtige für den Ausgleich oder die Berichtigung des Abzugs die Berechnungsmethode FIFO oder den gewogenen arithmetischen Mittelwert anzuwenden, und zwar diejenige von diesen, die in der Buchhaltung angewandt wird.

Weder der Ausgleich noch die Berichtigung werden in der Kontrollmeldung angegeben. In der Steuererklärung steht der Ausgleich in der Zeile 45, die Berichtigung des Abzugs in der Zeile 60.




Weitere Artikel des Verfassers Petr Vondraš



© 2019 Moore Stephens. All rights reserved. Sitemap Datenschutz-Bestimmungen Design by aboutblank - creative web design