Geplante Neuerungen in der Umsatzsteuer ab 2019 und weitere Aussicht

1.10.2018

Neue Pflicht für die USt-Zahler und Einschränkung bei der Immobilienmiete

Die USt-Novelle 2019 wurde von der Regierung verabschiedet und im Moment wird sie in der Abgeordnetenkammer debattiert, wo sie weitere Anpassungen erfahren kann. Wir bringen Ihnen die Übersicht der wichtigsten vorgeschlagenen Änderungen.

USt-Zahler werden eine neue Erfassungspflicht haben:  neuerdings müssen sie bestrebt sein, dass die Rechnung zu dem Leistungsempfänger gelangt – mittels Absendens per Post, per Datenbox, per E-Mail u. ä., wobei der Zahlende von der Finanzbehörde aufgefordert werden kann, diese Tatsache zu bekunden. In diesem Fall empfehlen wir ihre Rechnungswesenssysteme zu überprüfen, explizite ob sie Informationen und Beweismittel über die Zustellung speichern! Sanktionen können bis zur Höhe von 500.000 CZK betragen. Es ist nötig die IT-Systeme anzupassen, dass es nicht zu einem Verstoß kommt.

Explizite Regelung der Einweg- und Mehrwegvouchers: es handelt sich z.B. um Gutscheine im Einzelhandel, wobei jeder Vouchertyp aus USt-Sicht anders zu behandeln ist. Bei einem Einwegvoucher ist der Steuersatz und der Erfüllungsort bekannt und jede Übertragung dieses Vouchers ist zu besteuern, bei einem Mehrwegvoucher wird erst die Warenlieferung oder Dienstleistungserbringung selbst besteuert.

USt-Zahler müssen neuerdings wegen dem Umsatzsteuerabzug bei Immobilien 10 Jahre Belege von Reparaturen nachvollziehbar halten, wenn ein Betrag von 200.000 CZK überschritten wurde. Bei der Änderung der Nutzungsart, Änderung des Eigentümers oder Mieters in Nichtsteuerzahler, ist es nötig einen Teil des Vorsteuerabzugs zurück zu erstatten.

Vermieten oder mieten Sie im Rahmen Ihrer Geschäftstätigkeit Wohnungen, Häuser und andere Wohnimmobilien? Ab 2021 erwartet Sie eine Änderung: diese Mieten werden der Mehrwertsteuer nicht unterliegen, was zu der Pflicht führen wird, einen anteiligen Teil der von Ihnen geltend gemachten Vorsteuerabzüge in den vorherigen 10 Jahren zurück zu erstatten. Bei dieser vorgeschlagenen gesetzlichen Regelung wäre es daher nötig die gegenwärtigen als auch geplanten Projekte zu kalkulieren.




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