Gutschriften neu: Datum der steuerbaren Leistung und deren Angabe in der Steuererklärung

14.6.2019

Die Änderung der Regel für die Behandlung von Gutschriften ist eine der am meisten praktischen und zugleich häufig unterlassenen Änderungen des Steuerpakets, das am 1. 4. 2019 in Kraft trat.

Neu reicht es nicht, dass der Lieferer innerhalb von 15 Tagen nach dem Eintreten der für die Ausstellung der berichtigten Rechnung maßgebenden Tatsachen (nachfolgend „Stichtag“ genannt) eine Gutschrift ausstellt. Der Lieferer muss auch dafür sorgen, dass die Rechnung zu dem Empfänger gelangt.  Dies kann gewöhnlich auf dieselbe Zustellungsart erfolgen wie bei laufenden Rechnungen.

Der genannte Stichtag ist neuerdings ein Pflichtbestandteil der berichtigten Rechnung. Die Steuerberichtigung gilt als selbständige steuerbare Leistung, der Stichtag ist also der Tag der steuerbaren Leistung. Diese sowie andere Pflichten sind schon seit dem 1. 4. 2019 wirksam, und zwar ohne Ausnahmen.

Die o. a. Änderungen haben dann eine erhebliche Auswirkung auf die richtige Angabe in der Steuererklärung, bzw. in der Kontrollmeldung. Wird mit der Berichtigung die Steuer erhöht, muss der Lieferer die Berichtigung für den Besteuerungszeitraum angeben, in den der Stichtag fällt.  Er hat keine Möglichkeit mehr die Vornahme der Berichtigung „aufzuschieben“. Anderseits führt das Gesetz eine sehr positive Neuerung im Falle der Steuersenkung ein. Der Lieferer muss nun für die Vornahme der Berichtigung nicht darauf warten, bis der Empfänger den Eingang der Rechnung bestätigt, es reicht, dass der Lieferer für die Zustellung der Gutschrift gesorgt hat.




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