Information über die Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens

1.4.2015

Seit dem 1. April kommt es zu einer signifikanten Erweiterung des Reverse-Charge-Verfahrens. Die Generaldirektion hat daher eine Information veröffentlicht, die Antworten auf die Fragen bringt, auf die die gesetzliche Regelung nicht immer eine klare Antwort gibt.

Die wesentliche Interpretation betrifft die Kombination von Vorauszahlungen und die Höhe der tatsächlichen Leistung. Die Verpflichtung zum erweiterten Reverse-Charge-Verfahren betrifft die durch die Regierungsverordnung bestimmten Warenartikel  mit der Bemessungsgrundlage höher als 100.000 CZK. Es ist notwendig zu wissen, wie man im Falle von Vorauszahlungen auf Leistungen vorgehen soll, die für 120.000 vereinbart wurde und dann „nur“ 90.00 CZK betrug.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele aus der GFD- Information, wie in bestimmten Fällen zu verfahren ist. In den Beispielen gehen wir davon aus, dass die Lieferung von Waren die bei der Überschreitung der Grenze von 100.000 CZK dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegt (wird wie auch die Vorauszahlung erst nach 1.4.2015 verwirklicht werden).

1) Eine Vorauszahlung in Höhe von 60.000 CZK auf die für 120.000 CZK vereinbarte Lieferung. Die empfangene Vorauszahlung wird nicht der Mehrwertsteuer unterliegen, weil sie mit dem erweiterten Reverse-Charge-Verfahren verbunden ist.

2) Eine Vorauszahlung in Höhe von 60.000 CZK auf die für 90.000 CZK vereinbarte Lieferung. Die Vorauszahlung wird der Mehrwertsteuer unterliegen, weil sie mit der Lieferung im normalen Besteuerungsregime verbunden ist.

 

3) Eine Vorauszahlung in Höhe von 60.000 CZK auf die für 120.000 CZK vereinbarte Lieferung. Die empfangene Vorauszahlung wird nicht der Mehrwertsteuer unterliegen, weil sie mit dem erweiterten Reverse-Charge-Verfahren verbunden ist. Nach der Zahlung der Vorauszahlung wird vereinbart, dass die Lieferung „nur“ 90.000 CZK wert wird. Diese 90.000 CZK werden im geläufigen Besteuerungsregime besteuert werden und der Lieferer muss fähig sein zu beweisen, dass die ursprüngliche Bestellung die Grenze von 100.000 CZK überschritten hat, was ihn zur Nichtbesteuerung von Vorauszahlungen berechtigt hat.

4) Eine Vorauszahlung in Höhe von 60.000 CZK auf die für 120.000 CZK vereinbarte Lieferung. Die am 16. März empfangene Vorauszahlung wird der Mehrwertsteuer unterliegen, da das erweiterte Reverse-Charge-Verfahren in diesem Fall erst ab 1. April gültig ist. Die Ware wird aber erst am 5. April geliefert. Da der Gesamtwert der Ware mehr als 100.000 CZK übersteigt, unterliegt die Lieferung dem Reverse-Charge-Verfahren, dies bezieht sich jedoch nur auf den Unterschied zwischen dem Wert der Leistung und der Vorauszahlung.

Die Information der GFD bietet eine Reihe von Antworten auf Fragen zu Steuervorschriften ab 1. April 2015. Wenn Sie die Antwort auf Ihre Frage in der Information nicht finden oder sollten Sie sich mit der Auslegung nicht sicher sein, werden wir Ihnen gerne helfen.

Verfasser: Petr Vondraš




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