Inventurdifferenzen bei Vorräten und beim Anlagevermögen

15.10.2019

Am 15. April 2019 verabschiedete der Nationalbuchhaltungsrat (NBR) die Interpretation I-39, deren Ziel es ist, das Buchungsverfahren bei ausgewählten Fällen von Inventurdifferenzen zu vereinheitlichen.

Die Problematik wird von zwei Vorschriften geregelt – Verordnung Nr. 500/2002 GBl. für Unternehmer und Tschechischer Buchhaltungsstandard für Unternehmer Nr. 007 Inventurdifferenzen und Verluste im Rahmen der Normen der natürlichen Vorratsabgänge.  Die Vorschriften sind sich im Buchungsverfahren über das Manko oder den Fehlbetrag in die betrieblichen oder Finanzaufwendungen einig. Im Falle der Buchung von Überschüssen sind sich die Regelungen jedoch nicht einig. Laut der Verordnung ist der Überschuss in die betrieblichen Aufwendungen zu buchen, während der Tschechische Buchungsstandard dies mit der Berichtigung von Aufwendungen behandelt.

Der NBR bestätigt, dass auszuwerten ist, ob die Differenz in der laufenden Geschäftsperiode entstanden ist oder ob es zu Fehler in Vorjahren kam. Bei Fehler in Vorjahren wird die Berichtigung der Vergleichsangaben im Jahresabschluss benötigt.

Der NBR bevorzugt die Buchung des Überschusses der Vorräte als Berichtigung von Aufwendungen, da es sich um die Berichtigung des Wertes der ausgelagerten Vorräte handelt, und nicht um nachträgliche Erlöse.




Weitere Artikel des Verfassers Michaela Tahavská

© 2019 Moore Stephens. All rights reserved. Sitemap Datenschutz-Bestimmungen Design by aboutblank - creative web design