Kennen Sie Ihre Pflichten betreffend den Umfang der aufzustellenden Elemente der Rechnungslegung?

1.10.2018

Die große Novelle des Buchhaltungsgesetzes aus dem Jahr 2016 teilte die Gesellschaften in die einzelnen Kategorien der Buchungseinheiten auf.  Die erste Eingliederung erfolgte auf Grund der Ergebnisse und Informationen aus dem Jahresabschluss, der vor dem Inkrafttreten dieser Novelle aufgestellt wurde, und zwar nach Kriterien wie Summe Aktiva, Jahressumme des Nettoumsatzes und durchschnittliche Mitarbeiterzahl.

Mit den einzelnen Kategorien sind eng diverse Pflichten verbunden, die mit dem Umfang der aufzustellenden Elemente der Rechnungslegung und der Publizierung von Rechnungslegungsangaben oder der Pflicht den Jahresabschluss vom Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen zusammenhängen.

Der Übergang zwischen den einzelnen Kategorien ist nur dann möglich, wenn die Buchungseinheit in zwei aufeinander folgenden Buchungszeiträumen, laut den Ergebnissen aus dem ordentlichen Jahresabschluss, zwei Grenzkriterien einer anderen Kategorie überschreitet. Dann ändert die Gesellschaft ihre Kategorie zum Beginn des unmittelbar folgenden Buchungszeitraumes.

Was bedeutet das? Falls Sie den Jahresabschluss mit dem Stichtag zum 31. 12. aufstellen, so kann gerade zum 31. 12. 2018 zum ersten Mal die Kategorie geändert werden und Sie sind verpflichtet den Jahresabschluss zum 31. 12. 2018 im Einklang mit neuen Pflichten der jeweiligen Kategorie aufzustellen und zu publizieren. Zum Beispiel im Falle der Änderung der kleinen Buchungseinheit in eine mittlere werden Sie neu verpflichtet die Eigenkapitaländerungsrechnung und den Cash-Flow sowohl für den laufenden Buchungszeitraum als auch für den Vorbuchungszeitraum aufzustellen und zu publizieren. Vergessen wir nicht, dass die Bestimmung der Pflicht den Jahresabschluss vom Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen mit der Kategorisierung der Buchungseinheiten verbunden ist, die einerseits einen Einfluss auf einen späteren Termin der Einreichung der Körperschaftssteuererklärung und andererseits auch auf die Pflicht des obersten Organs der Gesellschaft einen Wirtschaftsprüfer zu bestimmen haben kann.

Diese Änderung kann die Gesellschaften betreffen, die aus der Kategorie Mikro- in kleine Buchungseinheiten wechseln. Im Falle des Verstoßes gegen die Pflichten, die mit der jeweiligen Kategorie zusammenhängen, setzen Sie sich dem Risiko aus, dass Ihnen eine Strafe bis zu 6 % des Wertes der Nettoaktiva auferlegt werden kann.




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