Kommt es zur Verschärfung der Maßnahmen gegen Gewinnverlagerungen?

16.6.2016
Jaroslava Karafiátová Jaroslava Karafiátová
jaroslava.karafiatova@moorestephens.cz

Das Finanzministerium bereitete im Anschluss an die internationale Initiative und den Entwurf der EU-Richtlinie gegen die Steuervermeidung im Bereich der direkten Steuern ein Arbeitsmaterial zur möglichen Einführung der ausgewählten Maßnahmen in der Tschechischen Republik vor. Das Material informiert bündig über die einzelnen Bereiche der Initiative, deren Ziel es ist, vor allem die Gewinnverlagerung in andere, steuerlich günstigere Staaten zu vermeiden.  

Die grundlegenden Fragen, denen Aufmerksamkeit geschenkt wird, sind Schemen, die zur Doppelnichtbesteuerung führen können, ferner die Besteuerung der beherrschten ausländischen Gesellschaften (CFC), Abzugsfähigkeit der Darlehenszinsen und deren Einschränkung nach dem erzielten betrieblichen Ergebnis sowie Vermeidung der Entstehung einer Betriebsstätte.

Die Europäische Kommission überlegt die Pflichtmitteilung der Steueroptimierungsschemen als Instrumente zur Steueroptimierung einzuführen. Zu erwähnen ist auch der Vorschlag der Besteuerung beim Verlassen der Jurisdiktion (die sog. exit tax), d.i. bei der Änderung der Steueransässigkeit, wenn solche Änderung als Verkauf gilt und der Steuer unterliegt.

Zur Zeit gibt es keine Zweifel daran, dass die Richtlinie von den EU-Mitgliedsstaaten verabschiedet wird und ist daher mit deren Implementierung in die tschechische Gesetzgebung zu rechnen. Bei einem schnellen Verabschiedungsprozess kann sie somit in Tschechien bereits ab 2017 angewandt werden.




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