SONIA ersetzt LIBOR

17.9.2019

Der Referenzzinssatz LIBOR (London Inter-Bank Offered Rate) wird ab 2021 durch den Benchmark Rate SONIA (Sterling Overnight Index Average) ersetzt. Es ist offensichtlich Folge des Skandals aus dem Jahre 2012, als festgestellt wurde, dass Banken anstatt den tatsächlichen Sätzen, die sie gezahlt haben, oder die sie erwarten würden für Darlehen von anderen Banken zu zahlen, haben absichtlich überbewertete oder unterbewertete Sätze vorgelegt, mit dem Ziel, Gewinn von ihren Geschäften zu erzielen.

Dieser Übergang könnte für Industrie erhebliche Kosten bringen. LIBOR ist der Grundstein des heutigen Finanzsystems mit mehr als 240 Billionen Dollar in globalen Finanzprodukten, die ihn als Referenzzinssatz benutzen. Der Ersatz wird eine Auswirkung auf eine Unmenge von Bank- und auch Nichtbankprodukten haben, die an ihn angeknüpft sind.

SONIA ist ein Index, der die Sätze der aktuellen eintägigen Finanzierungsvereinbarungen auf Großhandelsmärkten verfolgt und im Unterschied zu LIBOR sich nicht auf Auftraggeber verlässt.

Den Mandanten empfehlen wir Finanzgeschäfte zu erfassen, die an den Referenzzinssatz LIBOR anknüpfen und im Falle, dass sie auch nach 2021 gültig sind, mit der Gegenpartei Verhandlungen über den Übergang auf SONIA eventuell auf einen anderen Referenzzinssatz zu beginnen.




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