Vermindert sich ab März 2017 die Anzahl der Handelsvertreter in Tschechien auf Grund der Umsatzsteuererfassung?

24.2.2017

In Tschechien kommen schlechte Zeiten für den beliebten Warenverkauf durch die Handelsvertreter, die als selbständige Gewerbebetreibende tätig sind. Wir kennen ihn unter den Namen „Kommissionsgeschäft“ oder „Vermittlung von Warenverkauf“ vom Einzel-/Großhandel zum Kunden.  Wo liegt die Ursache? In der elektronischen Umsatzerfassung!

Journalisten und die Fachöffentlichkeit amüsierten sich neuerlich über die Auslegungen der Finanzverwaltung zu Internetgeschäften, aber niemand befasste sich mit der mittelbaren Vertretung im § 8 eUEG. Dieser Paragraph sieht vor, dass derjenige zur Umsatzerfassung verpflichtet ist, der mit seinem Namen auf Rechnung eines anderen handelt – selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass die Zahlung bar oder in ähnlicher Form erhalten wurde.

Vereinfacht gesagt, der Einzelhändler übergibt die Ware dem Handelsvertreter. Dieser verkauft die Ware an den Kunden in seinem Namen auf Rechnung des Einzelhändlers und erhält die Barzahlung. In diesem Fall hat der Handelsvertreter unter seiner für die Zwecke der Einkommenssteuer zugeteilten USt-Id.-Nr. die Umsätze zu erfassen, und zwar bereits ab dem 01.03.2017. Wenn der Handelsvertreter anschließend das Geld dem Einzelhändler in bar übergibt, hat der Einzelhändler die Umsätze zu erfassen (ja, dieselben Umsätze werden zweimal erfasst). Wird die Vermittlungsprovision extra vereinbart und bar ausgezahlt, sind die Umsätze auch beim Handelsvertreter zu erfassen, aber erst im Jahre 2018.

Besitzen ihre Handelsvertreter bereits die Authentisierungsdaten und z.B. die mobile Kasse? Wie ist Ihr Einzelhandel oder Großhandel auf die Umsatzerfassung ab März 2017 vorbereitet?




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